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Grundsätzliche Betrachtungen
Wer sich mit dem Thema Fassadenbegrünung befaßt, gelangt irgendwann an den Punkt, an dem er sich fragt, woher die Kletterpflanzen stammen und wie sich die verschiedenen Klettertechniken entwickelt haben. An dieser Stelle möchten wir kurz auf diese Frage eingehen.
Ursprünglich waren die Waldränder die Heimat der Kletterpflanzen. Sie nutzten die benachbarten Bäume als Rankhilfe, um dem Licht entgegen zu wachsen. Die Büsche und Sträucher am Waldesrand sorgten für einen schattigen Wurzelbereich. Daher ist es bei der Anpflanzung vieler Arten von Rankpflanzen besonders wichtig, daß der Wurzelbereich im Schatten liegt.
In den vergangenen Jahrzehnten entwickelten sich unsere Wälder immer mehr zu Lieferanten von Nutzholz. Im
Wirtschaftsraum Wald blieb, kein Platz für Büsche, Sträucher und
Rankpflanzen, die Waldränder wurden bereinigt. Dies ist die Ursache dafür, daß
viele heimische Kletterpflanzen
Kletterpflanzen vom Aussterben bedroht sind. Einige Arten sind bereits
vollständig verschwunden. Die Fassadenbegrünung bietet den gefährdeten Pflanzen eine
Überlebenschance.
Die folgende Liste von Rankpflanzen weist u.a. die jeweilige Wuchshöhe und -breite der Pflanzen aus. Diese Angaben sind in der Praxis starken Schwankungen unterlegen. Standortbedingungen, Bodenverhältnisse und Erbgut der Pflanze beeinflussen das Wachstum. Vermutlich erreichen Kletterpflanzen, die in Trögen oder Kübeln wachsen, nicht die angegebene Wuchshöhe, da der Wurzelraum stark eingeschränkt ist. Diese Schwankungen in der Wuchshöhe beeinflussen auch das zu erwartende Eigengewicht der Pflanze.
Ähnliches gilt, auch für die einwirkenden Windlasten. Bisher liegen keine
gesicherten Erkenntnisse vor, welcher Windanteil durch das Blattwerk
hindurchgeht und wieviel Widerstand entgegengebracht wird. Sicher hängt das
auch von der jeweiligen Pflanze ab.
insbesondere im, Hinblick auf den Seitenwind
empfehlen wir, die Fassadenbegrünung als
Vollfläche anzusehen und entsprechend die
Windlasten nach DIN 1055 Blatt 4 zugrunde zu legen.
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