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Die Planung einer Fassadenbegrünung muß in der nachstehenden Reihenfolge erfolgen:
1 . Die Himmelsrichtung der zur Begrünung vorgesehenen Wand schränkt die Auswahl der Pflanzen bereits ein,
2. Die Größe der zu begrünenden Fläche reduziert wiederum die Auswahl der Pflanzen. Wandhöhe und Wachstum der Pflanzen müssen übereinstimmen.
3. Die Beschaffenheit der Fassade schränkt die Pflanzenauswahl weiter ein. Für Fassaden mit offenen Fugen scheiden Selbstklimmer und Pflanzen mit lichtfliehenden Trieben aus.
Aus den verbliebenen Pflanzen wählt man nun eine entsprechende Gattung aus. Ist die Auswahl getroffen, können die folgenden Werte ermittelt werden:
zu erwartender Flächenbewuchs
Gesamtgewicht
erforderlicher Abstand zur Fassadenaußenhaut
Mit diesen Flächen läßt sich die Windbelastung errechnen. Ferner ergibt sich aus dem Wandabstand
und dem zu erwartenden Pflanzüberhang die Belastung durch den Seitenwind. Hinzu kommen die Sicherheitsbeiwerte für überfrierende Nässe, die wiederum davon abhängt, ob die Pflanze im Herbst Laub abwirft oder nicht.
Die Klettertechnik der ausgewählten Pflanze bestimmt jetzt die konstruktive Ausbildung der Rankhilfe.
4. Wenn Gesamtgewicht, Windlast und Klettertechnik festliegen, sind der Wandaufbau der Fassade und die Beschaffenheit des tragenden Wanduntergrundes zu betrachten.
Erst jetzt entscheidet sich die Konstruktion des oberen Befestigungspunktes und die Anzahl der senkrecht gespannten Seile sowie die Anzahl der Querverspannungen. Entsprechend ergeben sich die Vernetzungspunkte und die erforderlichen Zwischenbefestigungen.
Eine Rankhilfe kann nur so gut sein, wie ihre Anbindung an den Baukörper. Zur Montage an einer Betonwand werden weniger Befestigungspunkte benötigt als zur Montage an einer Wand aus Ziegelmauerwerk oder aus Gasbeton.
Erst auf der Basis all dieser Daten kann die Kalkulation erfolgen und die Frage nach dem
m² Preis der Begrünung beantwortet werden.
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